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Pressemitteilungen 2019

15. September 2019

MeLa verzeichnet großen Besucheransturm

Die Mecklenburger Landwirtschaftsausstellung (MeLa) hat ihre Pforten geschlossen: Bereits zum 29. Mal war die Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau zentraler Dreh- und Angelpunkt der Agrarbranche in Mecklenburg-Vorpommern. Mit einem breiten Angebot modernster Agrartechnik in den Messehallen und auf dem Freigelände sowie mit vielfältigen Präsentationen tierzüchterischer Leistungen und tierwohlgerechter Haltung bot die MeLa vier Tage lang ihren Partnern und Besuchern einen umfassenden Überblick über alle Facetten des norddeutschen Agrarsektors. Insgesamt 71.200 Besucher kamen vom 12. bis 15. September nach Mühlengeez.

„Wir haben als Veranstalter nicht nur unsere gesteckten Ziele erreicht und unseren Ausstellern gut nutzbare Voraussetzungen für ihre Kundenansprache und –pflege geschaffen, sondern auch gemeinsam mit unseren Partnern aus Ministerien, Landesämtern, Verbänden sowie aus Wissenschaft und Bildung die Belange der Agrarwirtschaft in Norddeutschland einer breiten Öffentlichkeit näher bringen können“, sagt Christin Mondesi, Geschäftsführerin der MAZ. „Das ist umso wichtiger, da die Herausforderungen für die Branche im Hinblick auf Ernährungssicherung, Produktivität, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie Bildung stetig wachsen.“                                  

„Das Konzept der MeLa ist auch in diesem Jahr wieder voll aufgegangen“, zieht der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus Bilanz. „Der Mix aus faszinierender Landtechnik, Tieren und Informationen aus der Agrarbranche hat so viele Besucher wie noch nie auf die Fachmesse gelockt. Die MeLa ist und bleibt die wichtigste Landwirtschaftsmesse in Norddeutschland und die größte Messe in Mecklenburg-Vorpommern.

Zufrieden zeigte sich zum Messeende auch Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Es ist immer wieder schön zu erleben,  wie groß das Interesse der Messebesucher für landwirtschaftliche Themen ist“, sagte er. Die MeLa sei für die Landwirte ein guter Ort, um mit Verbrauchern über die Arbeit auf den Feldern und in den Ställen zu sprechen. „Genauso wichtig wie der Verbraucherdialog ist uns die Nachwuchsgewinnung. Wir haben auf der MeLa wieder vielen jungen Leuten berufliche Perspektiven in den landwirtschaftlichen Berufen aufzeigen können.“

Großen Anklang fand in diesem Jahr die Kinder-MeLa. Hier erklären Fachleute der einzelnen Zuchtverbände dem Nachwuchs Spannendes rund um die Landwirtschaft. Rund 1.700 Mädchen und Jungen gingen  in diesem Jahr voller Eindrücke von der Kinder-MeLa im kleinen Vorführring nach Hause. 

1058 Aussteller aus 14 Ländern waren in diesem Jahr auf der MeLa vertreten. Die hohe wirtschaftliche Bedeutung der MeLa zeigte sich dabei in der Präsenz aller marktführenden Unternehmen der Landtechnik. Nicht denkbar wäre die MeLa ohne die einzigartigen Tier- und Leistungsschauen mit insgesamt 1.289 Tieren in 193 Rassen. Die Besucher erlebten hier eine großartige Präsentation und eine einzigartige Dichte an Spitzenleistungen in der Tierzucht.

Eine weitere gute Nachricht: Die MeLa verlief ohne Unfälle. Das ist dem Sicherheitskonzept der Messegesellschaft MAZ zu verdanken. Im Sicherheitsdienst arbeiteten 69 Männer und Frauen, 12 Ersthelfer und Sanitäter sorgten für medizinische Versorgung.

Bühne frei hieß es zum Finale der Landestierschau

Absoluter Besucherliebling war in diesem Jahr das Rheinisch-Deutsche Kaltblut. Das diesjährige Tier der Mela beeindruckte die Besucher während der Tierschauen und des Pferdeschauprogramms mit seiner Stärke und seiner Gelassenheit.

Bei der 30. MeLa im kommenden Jahr wird die Burenziege den Staffelstab als Tier der MeLa übernehmen. Die Hausziegenrasse aus Südafrika ist seit fast vier Jahrzehnten in Deutschland heimisch. Mit ihrem kurzen weißen Fell, dem braun gezeichneten Kopf und den kinnlangen Hängeohren haben die Burenziegen ein markantes Erscheinungsbild. In Mecklenburg-Vorpommern sind 100 Herdbuchtiere registriert. Neun Züchter haben sich dieser Ziegenrasse zugewandt. „Burenziegen wird ein sehr freundliches Wesen zugesprochen. Wie alle Ziegen haben sie jedoch auch ihren eigenen Kopf“, sagt Dorit Hager, Zuchtleiterin beim Landesschaf- und Ziegenzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern. Die Tiere werden hierzulande zur Landschaftspflege eingesetzt, auch ihr köstliches Fleisch findet immer mehr Liebhaber.

14. September 2019

Rheinisch-Deutsches Kaltblut fasziniert Besucher der MeLa

Sie sind die Stars der MeLa 2019: die Pferde der Rasse Rheinisch-Deutsches Kaltblut. Die vom Aussterben bedrohten Pferde wurden in diesem Jahr zum Tier der MeLa ernannt. Mit dieser Wahl wollen die Züchter im Land Werbung für die stärkere Nutzung dieser Pferderasse machen.

Das Rheinisch-Deutsche Kaltblut gilt seit 1920 als eigenständige Rasse. In Landwirtschaft und Forst waren die kraftvoll mit Muskeln bepackten starken Pferde einst als unentbehrliche Helfer geschätzt. Aufgrund ihrer großen Stärke, Ausdauer und Gelassenheit wurden die Pferde vor allem in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Transportwesen eingesetzt.

Mitte der 1950er Jahre gab es in den damaligen drei Nordbezirken ca. 20 000 Kaltblutpferde. Bis zu 700 Junghengste durchliefen die jährlichen Körungen. Doch ungeachtet aller züchterischen Bemühungen trat die Motorisierung ihren Siegeszug an und die Pferdebestände brachen regelrecht ein. 1989 weist die Statistik noch ca. 300 Rheinisch-Deutsche Kaltblutpferde aus. Sie wurden überwiegend in der Forstwirtschaft eingesetzt.

Der Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern e. V. begann 1991 die Zuchtarbeit im damals noch als Mecklenburger Kaltblut geführten Zuchtbuch mit 70 Zuchtstuten und acht Hengsten. Heute wird der Zucht des Rheinisch-Deutschen Kaltbluts wieder mehr Bedeutung beigemessen. Den Fingerzeig gab die Rote Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen, wo der Eintrag über das Rheinisch-Deutsche Kaltblut vermerkt ist. So erhalten Züchter der seltenen Rasse über die Förderrichtlinie zur Erhaltung tiergenetischer Ressourcen Prämien.

Nach Übersicht des Pferdezuchtverbandes in Mecklenburg-Vorpommern stehen derzeit noch 92 Zuchtstuten und sieben Hengste in den Stallboxen des Landes. „Insgesamt 43 passionierte Züchter befleißigen sich derzeit in Mecklenburg-Vorpommern um den Erhalt der ausdrucksvollen Kaltblüter-Familie“, berichtet die Zuchtleiterin und Geschäftsführerin des Pferdezuchtverbands MV, Karoline Gehring.

In der ersten offenen Stutenschau der Rasse Rheinisch-Deutsches Kaltblut werden am Messesonntag 22 imposante Stuten in verschiedenen Altersklassen auf dem großen Ring das „Tier der MeLa 2019“ repräsentieren. Besonderes Highlight dieses Programmpunkts (von 9:00 bis 11:00 Uhr) wird die Familienshow sein.

MeLa-Kochstudio: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus kocht regional

Zander aus der Müritz, Möhren, Bohnen und allerlei mehr von der Erzeugergemeinschaft Mecklenburger Ernte, Öle von der Insel Rügen und als finales Produkt ein Citrusapfel gepaart mit allerlei Gewürzen - und fertig ist „Zander auf Risottobett“. Natürlich muss zuvor noch alles entsprechend zubereitet in Pfannen und Töpfe kommen.

Wie es geht, das haben Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und Meisterkoch Carsten Loll aus Rostock den Besuchern auf der Messe im MeLa-Kochstudio anschaulich präsentiert. Bei klarer Aufgabenverteilung. Während Dr. Till Backhaus den Zander filetiert und in kleine Stücke schneidet, teilt Carsten Loll einen frisch geernteten Citrusapfel in viele dünne Spalten. Um sie anschliessend in eine Pfanne mit erhitztem Rapsöl von der Insel Rügen zu geben. Nebenan köcheln in einem Topf bereits Linsen und allerlei Gemüse. Alles in der Region gewachsen, abgesehen von einigen Gewürzen, die dem Gericht am Ende die vollendete Geschmacksnote geben.

Rund um das MeLa-Kochstudio haben zahlreiche Unternehmen aus Mecklenburg ihre Stände wie auf einem Marktplatz aufgebaut. Sie alle engagieren sich in der Initiative „So schmeckt MV e. V.“. Neben dem Getränkehersteller „Güstrower Schlossquell“ sind auch die Brauerei Lübz, die Mecklenburger Landpute, der Spirituosenspezialist Männerhobby sowie die Eiswerkstatt und die Rösterei Rostock mit dabei.

Regional ist genial – so das gemeinsame Anliegen im Bestreben vor allem auch die Gastronomie und Hotellerie im Land mehr als bisher für Erzeugnisse aus der Nachbarschaft zu sensibilisieren. Touristen möchten das und 27 Gastronomen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Bemühungen mit viel Engagement.

Und die regionale Vielfalt wächst. Vor allem immer mehr Fisch wird aus Seen und Flüssen sowie der Ostsee geholt. Dank aufwendiger Besatzmaßnahmen. Allein bei Meerforellen sind die Erfolge beachtlich. Ähnlich im Geschmack wie Lachs steigt die Nachfrage stetig. Auch die Aalfänge nehmen dank dem Aussetzen von vorgezogenen Jungtieren wieder zu. Und Mecklenburg-Vorpommern ist ein Kartoffelland. Klar, dass sie in der Küche klar favorisiert werden, wie auch Obst und Gemüse von hiesigen Feldern. Und das dank der gestiegenen Zahl an Bienenvölkern im Land. 200 sind zuletzt hinzugekommen. All das und mehr erfahren die Besucher, die das Geschehen an Töpfen und Pfannen im MeLa- Kochstudio aufmerksam verfolgen. Nach knapp einer Stunde ist alles fertig. Und das große Verkosten beginnt. Einhelliger Tenor: Zander auf Risotto-Gemüsebett schmeckt einfach lecker!

 

13. September 2019

Messeneuheiten

Vom kleinsten Bäcker der Welt bis Superschulgarten

Ehemals auf der Linie 1 in Zehlendorf unterwegs tourt ein Traditionsbus der Berliner Verkehrsbetriebe inzwischen kreuz und quer durch Deutschland. 35.000 Kilometer im Jahr. Nicht mehr um Fahrgäste von A nach B zu transportieren, sondern um Kinder anschaulich darüber zu informieren, was ein Bäcker in der Backstube so macht. Um sie zugleich zum Mitmachen zu animieren.

2017 hatte die Deutsche Bäckerinnung die Idee so einen Infobus mit allem Drum und Dran einzurichten und auf die Reise zu schicken, unterstützt vom Unternehmen MenüPartner. Die Resonanz ist enorm, sagt Michael Weise, der hinterm Lenkrad sitzt und bei jedem Stopp zugleich als Lehrmeister agiert. Zur MeLa hat er erstmals in Mühlengeez Station gemacht. Und die Resonanz ist riesig. Kindergartengruppen und Schüler sind mit Begeisterung dabei, speziell, wenn Brezelbacken angesagt ist. Oder auch Mäusezöpfe, Igel oder Hasen in den Ofen geschoben werden, nachdem der Teig entsprechend zubereitet und in Form gebracht wurde. Unter tatkräftiger Unterstützung von Helfried Marter. Der Ausbilder von der Handwerkskammer Ostmecklenburg/Vorpommern in Rostock ist stets bereit zu helfen, wenn Hilfe erwünscht ist. Brezeln zu flechten ist nicht so einfach. Am Ende landete das kleine Kunstwerk formvollendet im Ofen, um schon wenig später unter großer Freude über das gelungene Handwerk alles zu verzehren.

Gut 100.000 Euro haben sich die Innungsverbände der Länder den Infobus kosten lassen. Gut angelegtes Geld, wie sich anhand der in den vergangenen Monaten gesammelten Erfahrungen zeigt. Einige Mädchen und Jungen können sich jetzt gut vorstellen, eines Tages Bäcker bzw. auch Konditor zu lernen, so deren Aussage. Ziel erreicht, bilanziert Michael Weise und steuert die kleinste Bäckerei der Welt, wie er sagt, bereits zur nächsten Station Richtung Sylt. Vorbei an rund 40 Ständen entlang der Straße des Handwerks an denen sich zahlreiche Berufsgruppen mit ihren jeweiligen Angeboten präsentieren.

Kleingärtner wollen Schüler begeistern

Auch die Kleingärtner haben es auf interessierten Nachwuchs abgesehen. Andrea Brueckelschen, Vorsitzende des Güstrower Kreisverbandes der Gartenfreunde, und Geschäftsführerin Rilana Heunecke haben in der Anlage „Zur Zufriedenheit“ eine leerstehende Parzelle zum Schulgarten umgestaltet. Sehr zur Freude vieler Kinder von der benachbarten „Schule an der Nebel“ und dem Hort „Stelzenvilla“. Sie sind seit einigen Wochen tatkräftig dabei, all das was das Team der Ehrenamtlichen an Ideen für einen gut geführten Schulgarten entwickelt, in die Tat umzusetzen. Eine Initiative, die auf der MeLa anschaulich zum Nachmachen animiert. Allein es fehlt an einem grundsätzlichen Ja des Landes zum Schulgartenunterricht. Die Stunde im Grünen hat bislang keinen Eingang in die Unterrichtspläne gefunden und ist somit mit Hinweis auf zahlreiche rechtliche Vorschriften nicht grundsätzlich umzusetzen, beklagen die Initiatoren. Auch wenn viele Lehrer, das nach eigener Aussage wünschen. So ergeht von Mühlengeez einmal mehr der Appell an die Politik sich der Sache anzunehmen, Schulgartenunterricht zum Pflichtfach zu erklären. Auch verbunden mit dem Anliegen, bereits die jüngsten Konsumenten von Lebensmittel damit vertraut zu machen, was es alles an Gemüse und Obst aus der Region gibt und wie aufwendig es mitunter ist, all das zu produzieren.

Dass die Präsentation auf der Mela notwendig wurde, ist vielen Partnern zu verdanken. Ein Güs-trower Baumarkt hat unter anderem ein Holzhaus für die Gerätschaften für die MeLa-Ausstellung, die Kröpeliner Ostseebaumschule zahlreiche Pflanzen und Sträucher bereitgestellt. Pomologe Horst Friedrich war unermüdlich dabei, verschiedene Obstsorten zu bestimmen, während zwei Mitstreiter eine alte Saftpresse am Laufen hielten. Im nächsten Jahr wollen die Initiatoren das Thema Seniorengarten in den Mittelpunkt ihrer Präsentation stellen.

Historische Landtechnik zum Anfassen

Vergleichsweise uralt ist mitunter die Technik mit denen Liebhaber wiederholt ihre Runden auf dem MeLa-Gelände drehen. Treckerfreunde aus allen Landesteilen nutzen die Gelegenheit gern auf der Messe zu zeigen, was sie in aufwendiger Hobbyarbeit erreicht haben. Und sie können Geschichten erzählen. Paul Zink beispielsweise erzählt seine Geschichte, von einem Lanz Bulldog, Jahrgang 1940, den bereits seine Eltern fuhren und den er in der 1960-er Jahren an ein Kirchgut bei Cottbus verkauft hat. Um ihn wenige Jahre später dort abgewrackt wiederzufinden. So sollte der gute alte Traktor nicht enden. Paul Zink hat ihn zurückgekauft. Der Preis: 5 Flaschen Schnaps, für jedem Mitarbeiter auf dem Gut eine. Auf der MeLa zählt der Traktor zu den am besten herausgeputzten seiner Art. Mit einem sichtlich stolzen 83-jährigen Fahrer auf dem Sitz. Paul Zink ist sich sicher, seine Enkel werden ihn einmal weiter pflegen und hegen.

Auf dem Bauerntag - Landwirtschaft: Umweltsünder oder Teil der Lösung?

Bauerntag auf der MeLa wendet sich aktuellen agrarpolitischen Themen zu

Landwirtschaft: Umweltsünder oder Teil der Lösung? Diese Frage diskutierten Landwirte, Politiker und Naturschutz-Experten auf dem heutigen Bauerntag, der im Rahmen der MeLa stattfand. Rund 400 Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern waren der Einladung gefolgt.

In seiner Rede kritisierte Bauernpräsident Detlef Kurreck das in der vergangenen Woche in Berlin vom Bundeskabinett beschlossene Agrarpaket zum Tier- und Umweltschutz. Es beinhaltet unter anderem das Ende des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat ab 2024, mehr Schutz für Insekten und ein neues Tierwohllabel. Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern erbringen bereits jetzt auf fast 400.000 Hektar Ackerfläche Leistungen für die Umwelt, so der Bauernpräsident. Das Engagement reiche vom Anbau vielfältiger Kulturen (141.000 Hektar) über das Anlegen von Blühflächen und –streifen (7.800 Hektar) bis hin zur ökologischen Bewirtschaftung von rund 170.000 Hektar im Land. Wenn dieser Weg auch künftig fortgesetzt werden soll, brauche es tragfähige Finanzierungskonzepte und nicht die Androhung von Strafen. Das vorliegende Gesetzespaket sei nicht auf seine ökonomischen Folgen gecheckt. „Wird es so wie geplant umgesetzt, zahlen die Landwirte wieder einmal die Zeche“, so Kurreck.

Als Zeichen der Unzufriedenheit der Landwirte überreichte der Bauernpräsident dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, eine Unkrauthacke. Backhaus soll das Präsent an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze weiterreichen. Nach dem geplanten Wegfall von Pflanzenschutzmitteln und Glyphosat rücke die mechanische Bodenbearbeitung wieder stärker in den Fokus, so Kurreck. Dabei sei den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern jede Hilfe willkommen.

Landwirtschafts­minister Dr. Till Backhaus forderte die Landwirte zu einem radikalen Umdenken auf. „Es liegt in unserer Verantwortung, jetzt zu handeln, damit unsere Kinder und Enkelkinder nicht mit noch viel drastischeren Folgen von Klimakrise, Ressourcen- und Artenverlust leben müssen“, betonte Backhaus. Dazu brauche es gezielte Förderung, faire Handelsbeziehungen sowie bewusst und nachhaltig agierende Verbraucher und Verbraucherinnen.

Der Minister kündigte eine Veranstaltungsreihe an, auf der er den Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern befeuern will. Die Veranstaltungen sollen an sechs Orten in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden.

Abschließend wagte Minister Backhaus den Ausblick auf eine klimaneutrale Landwirtschaft der Zukunft. „Ich glaube schon, dass sich Landwirtschaft als Ganzes klimaneutral organisieren lässt, wenn es den Betrieben gelingt, sich an die neuen klimatischen Verhältnisse anzupassen, die Überproduktion von Lebensmitteln gestoppt wird und auch Konsumenten und Konsumentinnen darauf achten, dass weniger Lebensmittel in der Tonne landen“, so der Minister. Er kündigte an, auf der 30. MeLa im kommenden Jahr eine entsprechende Allianz unterzeichnen zu wollen.

Am Rande des Bauerntages brachte ein Landwirt stellvertretend für seine Kollegen mit einem grünen Kreuz den Unmut der Landwirte über die aktuellen agrarpolitischen Entscheidungen der Bundesregierung zum Ausdruck. Diese aus sozialen Netzwerken heraus entstandene Bewegung fordert eine Abkehr vom Auflagen-Naturschutz und die Einbeziehung von Landwirten in die anstehenden Entscheidungen.

Die Diskussion auf dem Bauerntag drehte sich um die neue Düngeverordnung, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die Emission in der Tierhaltung. Dr. Alfred Herberg, vom Bundesamt für Naturschutz, forderte die Landwirte auf, mehr Druck auf die Industrie auszuüben, damit künftig mehr und bessere selektive Pflanzenschutzmittel zur Verfügung gestellt werden. Das würde deutliche Effekte für den Naturschutz bringen.

Die Tierhalter werden zwischen den Forderungen nach mehr Tierwohl und der Forderung nach einer Senkung der Emissionswerte zerrieben. „Um Tierhaltung weiterzuentwickeln, ist es zwingend notwendig, neue Ställe zu bauen und Stallumbauten zu ermöglichen“, so Bauernpräsident Kurreck. „Derzeit gibt es eine faktische Blockade im Bau- und Genehmigungsrecht. Hier ist die Politik gefordert. Wir brauchen eine verbindliche realisierbare Strategie für die Nutztierhaltung, die bis zu Ende gedacht und dann auch umgesetzt wird.“

Die Kleinsten für Landwirtschaft begeistern

Auch für die Kleinen hat die MeLa in Mühlengeez einiges zu bieten. Unter dem Motto „Landwirt von morgen" findet täglich die Kinder-MeLa statt.

In dem kleinen Vorführring auf dem MeLa-Gelände stellen Referenten der verschiedenen Tierzuchtverbände heimische Nutztiere vor, erzählen über Haltung, Fütterung, Rasse-Unterschiede und beantworten Fragen der Kinder. Die Idee der Kinder-MeLa ist es, den Kids Tiere aus heimischen Ställen näher zu bringen und vor allem Stadtkindern zu zeigen, dass Kühe nicht lila sind und Hühnchenbeine nicht im Sechser-Pack im Supermarkt wachsen.

Vertreter dreier Tierarten werden pro Veranstaltung präsentiert, wie Kaninchen, Pommern-Enten, Tauben, Hühner, die schwarz-weiß-gefleckte Holsteinkuh Mascarpone, ein Galloway-Rind mit einem neunmonatigen Kalb, eine Sau mit ihren Ferkeln, Bienen und viele weitere.

Die Kinder erfahren wie schwer ein Schwein wird, warum es sich im Dreck wälzt, wie viel eine Kuh täglich frisst, was der Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen ist und vieles mehr. Auch Streicheln ist beispielsweise bei den Kaninchen erlaubt. Die großen Tiere werden durch die Arena geführt. Anschließend können die Kinder einen Fragebogen mit sechs Fragen ausfüllen, der nach der Veranstaltung eingesammelt und ausgewertet wird. Aus den richtigen Antworten werden fünf Gewinner gezogen, die Freikarten für Sealife in Berlin, die Eiswelt von Karls Erdbeerhof, Hypologica in Berlin und den Wildpark in Güstrow bekommen. Der Hauptgewinn pro Veranstaltung ist eine Familienkarte der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Das Interesse an der Kinder-MeLa ist groß. Für die Veranstaltungen am Donnerstag und Freitag hatten sich insgesamt 24 Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern angemeldet. Am Samstag und Sonntag ist die Kinder-MeLa offen und kann von jedem Interessierten besucht werden.

Vorbereitet und organisiert wurde die Kinder-MeLa von der MAZ Messe- und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH in Zusammenarbeit mit dem Landjugendverband, der sein volles Team abgestellt hat, um die Veranstaltung vor Ort zu begleiten.

12. September 2019

Lebensmittelwertschätzung - Neue Strategien braucht das Land

Brauche ich, was ich kaufe? Kaufe ich, was ich brauche? Gute Frage. Und eine entscheidende, wenn es darum geht, künftig deutlich weniger Lebensmittel wegzuwerfen. So der Tenor der Podiumsdiskussion zum Thema Lebensmittelwertschätzung am Eröffnungstag der MeLa.

Die Fakten stimmen nachdenklich. Rund 55 kg Lebensmittel wirft jeder Deutsche im Jahr weg. Das heißt die Produktion von 28 Tagen landet im Müll. Landwirte, Verarbeiter und Händler haben quasi einen Monat lang umsonst gearbeitet. Die Wegwerfgesellschaft missachtet die Arbeit vieler. Auch wenn das zu Lasten des eigenen Geldbeutels geht. Aber vielleicht sind Lebensmittel einfach zu billig, die Rabattaktionen zu verlockend?

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck, Gesine Roß von der Gesellschaft für Ernährung e.V., Kay-Uwe Teetz vom Handelsverband Nord, Matthias Dettmann vom Hotel- und Gaststättenverband, sowie der Landesinnungsmeister des Bäcker- und Konditorhandwerks MV, Matthias Grenzer - sie alle haben in ihrem Berufsleben vielfältige Erfahrungen zur Problematik Lebensmittelwertschätzung gesammelt. Sie haben Vorstellungen, Ideen, was sich ändern müsste. Neue Strategien braucht das Land!

Wo anfangen mit dem Umdenken: So früh wie möglich, am besten bereits im Kindergarten, darin sind sich alle einig. Getreu dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Gut, wenn die Jüngsten aktiv beteiligt werden - im Schulgarten oder beim Mitkochen in der Schulküche, so vorhanden.

Lebensmittel, so der Appell Richtung Verbraucher, werden mit hohem Aufwand produziert und sind am Ende zumeist mehr wert, als dafür zu bezahlen ist. Lediglich 10 Prozent seines Einkommens muss jeder im Durchschnitt dafür aufbringen. Ein schlechtes Gewissen, wenn vieles in der Tonne landet, kommt so kaum auf. Dem Geldbeutel schadet es ohnehin nur wenig. Am Ende landen Jahr für Jahr 18 Millionen Tonnen im Abfall.

Mehr Vertrauen, mehr Verständnis füreinander innerhalb der Produktionskette vom Landwirt bis hin zum Händler könnte vieles hin zum Positiven verändern. Allein es fehlt bislang an einer entsprechenden Kooperation.

Weltweit gehen 30 Prozent der Ernte verloren. Nachdem zuvor 2 Millionen Menschen mit der Produktion beschäftigt waren. Das hat Zeit und Geld gekostet, doch unterm Strich bleibt nur Abfall. Während anderswo Hungersnöte herrschen. Auch dieses Problem ist nach wie vor ungelöst.

Doch nicht nur daheim, sondern auch beim Handel bleibt so manches Lebensmittel ungenutzt liegen oder landet im besten Fall bei den Tafeln, die hilfebedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

Noch ein Problem machte während der Diskussion die Runde. Viele Verbraucher sind schlichtweg verwöhnt, die Wegwerfgesellschaft läuft zur Höchstform auf. Wenn kurz vor Ladenschluss beim Bäcker um die Ecke der Lieblingskuchen nicht mehr in der Auslage liegt, gibt`s Krach. Selbst wenn zig andere Sorten zur Auswahl stehen, die wenig später in der Tonne landen. Nicht nur für Bäckermeister Matthias Grenzer ein Unding. Handwerklich geführte Bäckereien und Fleischereien wirtschaften vielerorts am Limit. Müssen sie schließen, geht ein wichtiges Stück Kulturgeschichte des Landes verloren. Gleiches gilt für kleinere bäuerliche Betriebe. Wer einmal dicht macht, kommt nicht wieder. Die Landschaft verändert ihr Gesicht, zurück bleiben einige wenige große Discounter, so die aufgezeigte Perspektive. Entsprechend will man gegensteuern. Mit viel Regionalität. Das, so haben es Verbraucher zuletzt wiederholt signalisiert, ist ihr Herzenswunsch, zu erfahren wo, was, von wem, wie produziert wird. Überzeugt das Konzept, dann will man nur noch diese Produkte kaufen, ganz gleich wie billig andere mit Sonderrabatten locken. Auch in Hotels und Pensionen sollen künftig bewusst diese Erzeugnisse in die Küche bzw. auf den Tisch kommen. Ob diese Aussagen mit dem tatsächlichen Verkaufsverhalten künftig übereinstimmen, sicher war man sich in der Runde nicht. Einen Versuch ist es aber allemal wert.

Karrieren in der Agrarbranche fördern

Grüne Berufe standen im Fokus des 5. Karrieretages auf der MeLa in Mühlengeez. Vor allem Berufe, die etwas ins Hintertreffen geraten sind, wollen der Bildungsträger UFAT gemeinsam mit dem Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. den Schüler/innen näher bringen. Unter dem Motto „17 und 4" konnten sich die Schüler in den vier grünen Branchen Mecklenburg-Vorpommerns – der Hauswirtschaft, Agrarwirtschaft, Forstwirtschaft und Gärtnerei - über 17 verschiedene Berufe informieren.

Die Schüler erfuhren, welche Berufe die Landwirtschaft bietet, welche verschiedenen Ausbildungsinhalte vermittelt werden, welche schulischen Voraussetzungen erfüllt werden müssen oder welche Karrieremöglichkeiten es gibt.

Dazu erhielten die Schüler in Form einer Berufe-Rallye eine Führung von Azubi-Scouts zu verschiedenen MeLa-Ausstellern, die Agrarberufe ausbilden. Sie mussten an insgesamt fünf Rallye-Stationen Fragen beantworten bzw. kleine Aufgaben bewältigen.

Auf einem Berufe-Parcours am UFAT-Stand mit insgesamt sechs Stationen konnten sich die Schüler/innen in einigen grünen Berufen erproben und beispielsweise einen Weide- oder Hochsitz bauen, Getreide für die Fütterung bestimmen, an einer Melkstation ihre Fertigkeiten erproben, Zierpflanzen erraten und einen Weg pflastern.

Der Höhepunkt des Karrieretages war die Show der Azubis. Hier wurden landwirtschaftliche und artverwandte Berufe vorgestellt, die bisher noch wenige junge Erwachsene ausbilden. So gibt es beispielsweise für den Beruf des Schäfers in Mecklenburg-Vorpommern nur einen Auszubildenden. Welche interessanten Seiten der Beruf hat, zeigte eine Schäferin, die ihre Schafe vorführte. Tierwirte für Schweine, Rinder und Pferde zeigten sechs Angus-Rinder und moderne landwirt-schaftliche Maschinen. Insgesamt vierzehn grüne Berufe standen im Fokus der Show. Für alle der vorgestellten Ausbildungsberufe müssen die Schüler eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Sie können aber auch aufstocken und den Meister machen oder studieren, um in Führungspositionen zu kommen.

Insgesamt 12 Schulen mit 389 Schülern und Lehrern haben sich an dem Karrieretag beteiligt. Das Projekt ist mit etwa 25.000 Euro aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern kofinanziert und wird in Zuständigkeit des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und vom Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. und vom UFAT-Bildungswerk e. V. umgesetzt.

 

12. September 2019

Agrarproduktionsgesellschaft Lübesse wird als „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 in Mecklenburg-Vorpommern“ ausgezeichnet

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der 29. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mühlengeez, ehrten am Donnerstag, dem 12. September 2019, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt und der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V., Detlef Kurreck, die Agrarproduktionsgesellschaft (Agp) aus Lübesse für ihre herausragenden Ausbildungsleistungen mit der Auszeichnung „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2019 in Mecklenburg-Vorpommern". Geschäftsführer Rainer Mönch sowie Herdenmanagerin und Ausbilderin Juliane Schwarz nahmen die begehrte Auszeichnung entgegen.

Der Landwirtschaftsbetrieb vor den Toren Schwerins bildet seit den 90iger Jahren kontinuierlich in den Berufen Landwirt, Tierwirt - Fachrichtung Rinder, Tierwirt - Fachrichtung Geflügel sowie Kfz- Mechatroniker aus. „Junge Menschen im Rahmen ihrer dreijährigen Ausbildung für ihren Beruf fit zu machen, ist eine Kernkompetenz der Ausbilderinnen und Ausbilder dieses Unternehmens", sagte Bauernpräsident Kurreck in seiner Laudatio. Das breite Produktionsprofil des Unternehmens biete dazu alle Voraussetzungen. Jährlich nimmt das Unternehmen mehrere Auszubildende unter Vertrag und bindet sie nach einem Rotationsprinzip in alle Arbeitsbereiche ein. Insgesamt wurden seit 1990 mehr als 70 junge Frauen und Männer erfolgreich bis zum Berufsabschluss geführt. Bewerber aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und sogar aus anderen Bundesländern interessieren sich für diesen Ausbildungsbetrieb. Deshalb werden fünf betriebseigene Unterkünfte zur Verfügung gestellt, die wegen der wachsenden Nachfrage momentan noch um vier weitere ausgebaut wer-den. Nachwuchssicherung ist in der Agp Lübesse fester Bestandteil der Firmenphilosophie. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Betrieb ein Durchschnittsalter von 44 Jahren aufweisen kann.

Die Ehrung für vorbildliches Ausbildungsengagement wird seit 2007 jährlich auf der MeLa für hervorragende Leistungen von Landwirtschaftsbetrieben in der Ausbildung verliehen.

Willkommen, die 29. MeLa in Mühlengeez ist eröffnet!

Die 29. MeLa hat heute ihre Pforten geöffnet. Bis zum 15. September zeigen 1.058 Aussteller aus 38 Nationen auf dem mehr als 17 Hektar großen Messegelände und in vier Messehallen aktuelle Technik, Trends und Themen aus der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft.

„Die Mela liefert auch in diesem Jahr wieder ein beeindruckendes Schaubild von der Leistungsstärke der Land-, Ernährungs- und Fischwirtschaft sowie von Forst, Jagd und Gartenbau in Mecklenburg-Vorpommern ", betont Christin Mondesi, Geschäftsführerin der MAZ Messe- und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hob im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung die große Bedeutung der Messe hervor: „Die MeLa bietet vor allem einem breiten Fachpublikum neueste Informationen auf allen Gebieten der Land- und Ernährungswirtschaft. Aber gleichzeitig ist sie offen für alle und ein echter Publikumsmagnet im Herbst. Hier in Mühlengeez schlägt ab heute wieder das Herz der Landwirtschaft", sagte Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich hob sie die wichtige Funktion der Landwirtschaft im ländlichen Raum hervor. „Wo starke landwirtschaftliche Betriebe sind, da ist das Leben vielfältiger und die Gemeinden lebendiger."

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt würdigte die MeLa als Treffpunkt, bei dem Landwirte und Verbraucher in Dialog treten können. Zugleich warb er für eine Allianz für Wasser, die nicht nur die Landwirte allein in die Pflicht nimmt, sondern die Gesamtverantwortung deutlich macht, das gesellschaftliche Ziel beschreibt und die konkreten Maßnahmen zum Erreichen dieses Zieles aufzeigt.

Die Besucher der Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau erwartet auch in diesem Jahr wieder ein vielseitiges Messeprogramm. Besuchermagnete sind die Vorführungen der Zuchtverbände sowie deren Leistungswettbewerbe. Insgesamt 1.257 Tiere in 185 Rassen und Schlägen werden im Rahmen der MeLa-Tier-schau gezeigt.

Tier der MeLa 2019

Das diesjährige „Tier der MeLa" ist das Rheinisch-Deutsche Kaltblut. Die kraftvoll mit Muskeln bepackten starken Pferde waren einst unentbehrliche Helfer in der Landwirtschaft und im Forst. Der technische Aufschwung mit starken Maschinen in Feld und Wald drängte die Rheinisch-Deutsche Kaltblutrasse in den vergangenen Jahrzehnten jedoch bis zur Bestandsgefährdung zurück. Inzwischen engagieren sich in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 43 passionierte Züchter für den Erhalt der eindrucksvollen Pferderasse. Auf der MeLa sind die Tiere in Aktion zu erleben. Am Freitag (13. September 2019) wird das Tier der MeLa 2019 bei der Landeselitestutenschau des Verbandes der Pferdezüchter vorgeführt. Auch bei der Landestierschau am Samstag- und Sonntagnachmittag (14. und 15. September) ist das Rheinisch-Deutsche Kaltblut mit von der Partie.

 

22. August 2019

MeLa-Auftakt-Pressekonferenz 2019

Tiere, Technik und vieles mehr auf der MeLa


Tiere, Technik, Traditionen – am 12. September 2019 öffnet die 29. MeLa, eine der größten Fachausstellungen für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Garten-bau im Nordosten Deutschlands auf dem Messegelände in Mühlengeez ihre Tore.
Die Standplätze auf dem mehr als 17 Hektar großen Messegelände und in den vier Messehal-len sind bereits sehr gut gebucht. Mehr als 1000 Aussteller aus dem In- und Ausland werden dem Fachpublikum in diesem Jahr eine Vielzahl technischer Neuentwicklungen und aktuelle Trends im agrarwirtschaftlichen Bereich vorstellen. Fachbesucher und interessierte Verbrau-cher dürfen sich auf eine Fülle von Produkten und viele spannende Begegnungen mit Ausstel-lern von Landtechnik und mit Landwirten freuen sowie zahlreiche Zuchttiere bestaunen.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird die MeLa am Donnerstag, den 12.09.2019, um 10:00 Uhr eröffnen. Vier Tage lang präsentiert die Messe täglich von 9 bis 18 Uhr das gesamte, vielfältige Spektrum der Agrarbranche sowohl für Fachbesucher als auch für Gäste und Fami-lien. Die Messe endet am Sonntag, dem 15.09.2019, mit der Übergabe des Staffelstabs an das „Tier der MeLa 2020“, die Burenziege, und dem abschließenden Pferdeschauprogramm.

Veranstaltungen und Wettbewerbe
Besuchermagnete sind in diesem Jahr die Vorführungen der Zuchtverbände sowie deren Leis-tungswettbewerbe. „In diesem Jahr freuen wir uns als besonderen Höhepunkt auf die Fleis-chrindVision der Rinderallianz. Dieser Wettbewerb findet 2019 erstmalig in Mühlengeez statt. Allen Teilnehmern drücken wir jetzt schon die Daumen“, erklärt Christin Mondesi, Geschäfts-führerin der MAZ Messe- und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH, mit Blick auf das Me-La-Programm. Insgesamt 120 Fleischrinder werden an dem Wettbewerb teilnehmen.


Und auch die kleinen Tiere wissen auf der MeLa zu begeistern. Der Imkerverband bringt ein Bienofon mit auf die Messe. Es vermittelt den Besuchern einen akustischen Eindruck von der Aktivität der Bienen. Die Kaninchenzüchter haben eine Widder-Schau organisiert und die Ge-flügelzüchter haben neben ihren Zuchttieren auch noch eine Ausstellung rund um das Ei im Gepäck.

Nicht nur Tierfreunde können die Messe genießen, auch Technikfans kommen auf ihre Kosten. Erstmals wird auf einer Fläche von mehr als 1400 Quadratmetern eine Deutz-Fahr- Präsentation durchgeführt. Neben der modernsten Landtechnik, die auf dem Freigelände zur Schau gestellt wird, können die Besucher auch über 80 historische Landmaschinen bewun-dern. Die Oldtimer werden in diesem Jahr auf einer neu gestalteten rund 5200 Quadratmeter großen Fläche präsentiert. Neben moderierten Vorführungen der historischen Landtechnik gibt es hier auch viele Möglichkeiten, mit den Eigentümern der Oldtimer ins Gespräch zu kommen.

Angebote für Kinder und Jugendliche

Ein Messe-Highlight ist die Kinder-MeLa, die sich bei Schülern und Lehrern im Land großer Beliebtheit erfreut. Sie wird von der MAZ Messe- und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH und den Tierzuchtverbänden organisiert. Die Nachfrage aus den Schulen war auch in diesem Jahr sehr groß; alle Durchgänge am Donnerstag und Freitag sind restlos ausgebucht. Am Sonnabend und Sonntag können Kinder ohne Voranmeldung die Kinder-MeLa besuchen.

Auf der Straße des Handwerks, auf dem Südgelände der MeLa, macht am Donnerstag und Freitag ein Back-Bus Station. Hier können sich Kinder und Jugendliche als Bäcker ausprobie-ren.

Schüler, die ihre berufliche Zukunft planen möchten, sind auf dem MeLa-Karrieretag genau richtig. Er findet am Donnerstag statt. Neben dem Berufe-Parcours und der Berufe-Rallye steht hier auch die „MeLa-Jobbörse“ auf dem Programm. Unterstützt wird der Karrieretag durch die UFAT Wöbbelin und den Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. Im Vorfeld haben sich bereits 500 Schüler, die sich in der Berufsorientierungsphase befinden, für den Karrieretag angemeldet.

Im Großen Vorführring findet am Donnerstag außerdem die „Show der Auszubildenden“ statt. Sie informiert über die zahlreichen Berufs- und Karrieremöglichkeiten in der Landwirtschaft. In Halle 3 geben Messeaussteller ihre freien Ausbildungsplätze und Stellenangebote bei der „MeLa-Jobbörse“ bekannt.

Fachforen

Die MeLa bietet den Besuchern eine Fülle von Veranstaltungen an. Hierzu zählt das Fachfo-rum, in dem Verbände und Aussteller eine Vielfalt an Vorträgen sowohl für Fachpublikum als auch für interessierte Besucher anbieten. So lädt beispielsweise das Ministerium für Landwirt-schaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag, den 12. September, zu einer Gesprächsrunde ein, in der es um die Wertschätzung von Lebensmitteln geht. Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, die Menge der Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, darüber diskutiert Minister Dr. Till Backhaus mit Vertretern der Konditoren-Vereinigung Nord e.V., der DEHOGA und des Bauern-verbandes.

Tier der MeLa 2019

Das diesjährige „Tier der MeLa“ ist das Rheinisch-Deutsche Kaltblut. Die kraftvoll mit Muskeln bepackten starken Pferde waren einst unentbehrliche Helfer in der Landwirtschaft und im Forst. Der technische Aufschwung mit starken Maschinen in Feld und Wald drängte die Rhei-nisch-Deutsche Kaltblutrasse in den vergangenen Jahrzehnten jedoch bis zur Bestandsgefähr-dung zurück. Inzwischen engagieren sich in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 43 passio-nierte Züchter für den Erhalt der eindrucksvollen Pferderasse. Auf der MeLa sind die Tiere in Aktion zu erleben. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung (12. September 2019) werden sieben Gespanne im großen Vorführring präsentiert. Am Freitag (13. September 2019) wird das Tier der MeLa 2019 bei der Landeselitestutenschau des Verbandes der Pferdezüchter vorgeführt. Und auch bei der Landestierschau am Samstag- und Sonntagnachmittag (13.und 14. September) ist das Rheinisch-Deutsche Kaltblut mit von der Partie.