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Pressemitteilungen 2018

16. September 2018

Fleischrindzüchter: 7-Jähriger wird Grand Champion beim Bundesjungzüchterwettbewerb

Sachsen und Brandenburg sahnen in Mühlengeez ab! Nach den Teildisziplinen Rangieren und Bewerten, die am Samstag stattfanden, waren am Sonntag die Vorführwettbewerbe: Der junge Züchter wird in dieser Disziplin darin bewertet, wie er das Tier vorführt. Dabei soll das Rind ruhig und locker am Halfter gehen, der Vorführer soll Blickkontakt zu den Preisrichtern halten und vieles weitere mehr. „Man könnte sagen, dass die Magie zwischen Mensch und Tier bewertet wird“, beschreibt Manfred Leberecht, Vorstandsmitglied vom Bauernverband und Rinderzuchtverband Mecklenburg-Vorpommern als Zuschauer bei den Wettbewerben die Anforderungen. Carolin Nagel, erste Vorsitzende des Verbandes deutscher Jungzüchter, der Träger dieses Wettbewerbs ist,

sagte: „Das war der zehnte Wettbewerb der Jungzüchter und man merkt einfach jedes Jahr, dass der Zusammenhalt unter dem Team stärker wird.

Aber nicht nur das, auch die Qualität des Vorführens steigt und es freut mich einfach, diese Entwicklung miterleben zu dürfen.“ Vor zehn Jahren war sie noch selbst mit dabei im Ring.

Der Wettbewerb fand zum zweiten Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt (zuletzt vor neun Jahren). Die Jungzüchter zeigten sich begeistert von der MeLa in Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zu anderen Messen, auf denen die Jungzüchterwettbewerbe klassischerweise stattfinden, beeindruckte das große Maß an Technik und die vielen Freiflächen im Außenbereich die jungen Züchterinnen und Züchter. „Wir bedanken uns bei den vielen Sponsoren, die wir auch zum Teil auf der MeLa kennengelernt haben. Ohne sie wären die Wettbewerbe nicht möglich“, so Nagel.

Der Wettbewerb besteht insgesamt aus drei Teildisziplinen, in drei verschiedenen Altersklassen.

Den Siegern wurden Glückwünsche durch Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald, durch den Leiter der Tierschau Dr. Siegfried Hoffmann und den Vorsitzenden des Bauernverbandes sowie des Rinderzuchtverbandes MV, Dr. Manfred Leberecht übermittelt.

Sieger Bundesjungzüchterwettbewerbe

 

Fotocredit: Astrid Wiebe - MeLa-Presseteam

Bildunterschrift: Franz wurde Jungchampion 2018

16. September 2018

Es war großartig! Die 28. MeLa geht zu Ende

Großer Erfolg, gute Geschäfte, maximales Erlebnis – so war die 28.

Mecklenburg-Vorpommersche Landwirtschaftsausstellung in Mühlengeez! „Ich bin überglücklich, dass das Konzept unserer MeLa wieder so viele Besucher und Aussteller nach Mühlengeez gelockt hat. Es ist ein wahnsinnig schönes Kompliment an mein Team und die ganzen Menschen, die diese Ausstellung erst ermöglichen“, sagt Christin Mondesi, Geschäftsführerin der MAZ. 71.800 Besucher kamen vom 14. Bis 16 September nach Mühlengeez.

„Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, dass die MeLa wieder so ein Erfolg werden konnte. Die Situation auf den Feldern und in den Ställen ist nach wie vor nicht leicht, die Dürrefolgen sind präsent aber das hat nicht auf die Stimmung bei der MeLa übergegriffen. Ganz im Gegenteil!“, fasst der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus zusammen. Die MeLa ist und bleibt die wichtigste Landwirtschaftsmesse in Norddeutschland und die größte Messe in Mecklenburg-Vorpommern. „Hier wächst zusammen, was zusammen gehört: Der Verbraucher und die Landwirtschaft. Auf der MeLa gibt es den Dialog, der so wichtig ist. Das würde ich mir für die ganze Gesellschaft wünschen“, so Backhaus weiter.

Auch Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, unterstrich, wie wichtig der Dialog für die Landwirtschaft sei. „Die MeLa ist für uns ein Schaufenster, in dem wir für uns selbst werben können. In diesem Jahr haben wir proaktiv das Thema Pflanzenschutzmittel angesprochen, wir wollen mit Transparenz und Offenheit das Vertrauen der Verbraucher gewinnen. Genauso wichtig wie die Gespräche mit den Verbrauchern ist uns die Nachwuchsgewinnung.

Große, moderne, coole Technik wird hier präsentiert. In den Tierschauen und Tierzelten lernen die Besucher unsere Nutztiere besser kennen. Das ist eine wirkungsvolle Werbung für unseren Beruf.“

Eine weitere gute Nachricht: Die MeLa verlief ohne Unfälle. Das ist dem Sicherheitskonzept der Messegesellschaft MAZ zu verdanken. Allein im vergangenen Monat wurden ca. 7000 Stunden Arbeitszeit investiert. Im Sicherheitsdienst arbeiteten 85 Männer und Frauen, 20 Ersthelfer und Sanitäter sorgten für medizinische Versorgung und die Freiwillige Feuerwehr von Karcheez sicherte den Brandschutz ab. Auch deshalb, so sagt Mondesi, sei es wunderbar gewesen, dass die meist ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Land in diesem Jahr besonders geehrt worden seien. Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern hatte aufgrund der von Dürre verursachten Brände bei der Ernte eine „Wall of Fame & Fire“ aufgestellt, auf der alle LöschhelferInnen, welche die MeLa besuchten, unterschreiben konnten. Landwirte bedankten sich persönlich und überreichten ein Geschenk. Außerdem richtete die Landesregierung mit Unterstützung der Ostseewelle ein Fest für die Wehren und Einsatzkräfte im Land aus, zu dem über 700 Kameradinnen und Kameraden aus allen Teilen des Landes kamen. „Das war einmalig. Für die Idee war ich sofort Feuer und Flamme. Man kann gar nicht oft genug Danke sagen“, so Backhaus.

Christin Mondesi liegen aber nicht nur die vielen Mitarbeiter, Aussteller, Besucher und die verschiedenen Kräfte am Herzen, die auf ihre Weise für Sicherheit sorgen und ohne die die MeLa gar nicht möglich wäre. Bei den Tieren, da schlägt es noch einen Takt schneller. „Ich komme aus einer Familie mit Pferdenarren. Ich bin mit Tieren aufgewachsen, deswegen weiß ich, welche Arbeit hinter jedem einzelnen Tier steckt, das hier bei der MeLa zu sehen ist“, sagt sie. Bei vielen Tieren werde rund ein Jahr vor Messebeginn damit begonnen, sie für den großen Auftritt vorzubereiten. Kühe müssten beispielsweise lernen am Halfter zu gehen und somit sei es keineswegs übertrieben zu sagen: „nach der MeLa ist vor der MeLa“. Bald sei auf vielen Gehöften Trainingsstart für die 29. Landwirtschaftsmesse in MV.

Eine Besonderheit war in diesem Rahmen auch der Bundesjungzüchterwettbewerb der Fleischrinder, der in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern stattfand. Die MeLa war der Austragungsort. „Wenn ich sehe, mit welcher Liebe und Leidenschaft unser Züchter-Nachwuchs mit den Tieren umgeht, dann berührt mich das. Das ist die Zukunft der Landwirtschaft und das erfüllt mich mit Stolz“, sagte Detlef Kurreck.

Der Landwirtschaftsminister sieht das genauso: „Mir ist um die Zukunft nicht bang. Die jungen Züchter beeindrucken mich jedes Jahr aufs Neue und wecken Erinnerungen an meine eigene Kindheit. Ich sage immer: Wer mit Tieren aufwächst, der kann kein schlechter Mensch werden“.

Sieger der Herzen wurde gleich zu Beginn der MeLa die Pommerngans mit ihrem eleganten, stolzen Einmarsch bei der Eröffnung der Ausstellung.

„Die Pommerngans hat sich großartig als Botschafterin der MeLa gemacht“, so Backhaus.

Bühne frei hieß es zum Finale der Landestierschau Die Pommerngans, das MeLa-Tier 2018, übergab den Staffelstab an das Rheinisch-Deutsche Kaltblut, welches das Tier der MeLa 2019 ist.

„Das Rheinisch Deutsche Kaltblut ist ein exzellentes Zug- und Fahrpferd für Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Fahrsport und Freizeit“, sagt Zuchtleiter und Geschäftsführer des Verbandes der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Witt.  Denn die Schwergewichte überzeugen durch Ruhe und Gemütlichkeit und haben sprichwörtlich starke Nerven. Mit der Mechanisierung in der Landwirtschaft verlor die Zucht der Pferderasse immer mehr an Bedeutung. Einigen Liebhabern ist es zu verdanken, dass die beeindruckenden Pferde im XXL-Format weiter gezüchtet werden und die Kaltblutpferde sich neue Käuferschichten erschlossen haben.

Mit 110 eingetragenen Zuchtstuten und vier Deckhengsten leisten 62 Kaltblutzüchter Mecklenburg-Vorpommerns einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Erhaltung der genetischen Vielfalt in der Tierhaltung.

Bildunterschrift: Das Deutsch Rheinische Kaltblut Annegret, 3 Jahre aus Wredenhagen Röbel, übernimmt den Staffelstab als Tier der MeLa 2019

 

Fotocredit: Astrid Wiebe – MeLa-Presseteam

 

16. September 2018

Kinder-MeLa bietet wichtige Einblicke in die Nutztierwelt

Die Sitzplätze auf den Rängen rund um den kleinen Vorführring sind komplett besetzt. Kinder aus allen Himmelsrichtungen sind mit ihren Familien angereist, um Wissenswertes über Gänse, Kühe, Schweine und Co.

zu erfahren. Bereits am Donnerstag und Freitag lernten Schulklassen aus ganz MV wichtige Grundlagen zu Nutztieren in MV. Nun am Wochenende konnten auch Familien die Kinder-MeLa besuchen.

Nach und nach ruft Moderatorin Susanne Werner vom Landjugendverband Tiere und deren Züchter bzw. Halter in den Ring.

„Ich habe noch nie ein Schwein so nah gesehen“ freut sich Jan aus Goldberg und beugt sich soweit es geht über die Ringabsperrung. Die Kinder werden nach ihrem mitgebrachten Tierwissen befragt: Wie heißen die kleinen Schweine, wie die kleinen Kühe oder wie alt ist dieser Hahn von der Rasse der Vorwerkhühner, den Steffen Kraus, Vorsitzender des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter, für alle sichtbar in die Höhe hält. Die Antworten überraschen schon; die Angebote reichen von 30 bis 3 Jahre. Richtig sind aber gerade mal 6 Monate. Dieser Hahn ist erst im März aus einem Ei gekrabbelt, gibt`s zur Erklärung. Und wie viel Eier legt nun ein Hahn im Jahr? Hier reichen die Angebote von lediglich einem Ei bis hin zu 20. Richtig, so erfahren am Ende alle aber ist; ein Hahn legt überhaupt keine Eier, das machen die Hennen. Und da reichen selbst

20 bei weitem nicht, wenn jedes anwesende Kind auch nur am Sonntag jeweils ein Ei essen würde. Es sind also viel mehr. Und auch davon zeigt sich das Gros der jungen Zuhörer überrascht.

Ähnlich sind die Frageminuten zum Thema Rind, Schwein und Schaf verlaufen. Dass eine gute Milchkuh jährlich bis zu 10.000 Liter und mehr liefert, überrascht Melanie, die mit ihrer gesamten dritten Klasse am Freitag angereist war, dann schon. Auch, dass Schweine nicht nur einfarbig hell sondern auch schwarz gestreift aussehen können. Von Sattelschweinen hatte zuvor noch niemand in der Runde etwas gehört.

Und so bewährt sich die nun inzwischen schon traditionelle Kinder-MeLa als Bühne der Wissensvermittlung zu vielen Themen rund um die Landwirtschaft und speziell auch zu den Nutztierrassen für die jüngsten Messebesucher einmal mehr. Und weil das auf eine ganz spezielle, kindgerechte Art und Weise erfolgt, ist auch die gewünschte Aufmerksamkeit gegeben. Am Ende haben alle dazugelernt – Kinder und erwachsene Begleiter. Denn, dass sich eine Pommerngans, das Tier der MeLa 2018, gleich 120 Personen die unterm Zeltdach sitzen längerfristig merken und entsprechend jederzeit wiedererkennen kann, das überrascht dann selbst den einen oder anderen Erwachsenen. Früher, so lässt Rassegeflügelkenner Kraus die Runde wissen, reichte ein Gänsehirte für ein ganzes Dorf. Morgens wurden sie vor jeder Haustür abgeholt und abends auf dem Heimweg schwenkten die einzelnen Tiere völlig selbstständig dort aus der Reihe, wo sie zuvor abgeholt worden waren.

Gänse können sich also nicht nur Gesichter merken, sondern funktionieren auch wie ein Navi, das sie genau dorthin führt, wo sie hinwollen.

Verbunden mit dem Erkennungsvorteil, das sie sich die Hausherren fest im Gedächtnis eingeprägt haben, Fremde unterdessen umgehend vom Hof jagen.

Dorfpolizisten, wie sie im Buche stehen, gibt Steffen Kraus zu verstehen und die Schüler haben ihren Spaß.

Traditioneller Bestandteil der MeLa seit 2008 Die Kinder-MeLa gehört seit 2008 zum festen MeLa-Programm. Seit einigen Jahren wird diese vom Landjugendverband Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Daniela Walter, Vorstandsmitglied der Landjugend sieht in der Kinder-MeLa eine ganz besondere Möglichkeit, um bereits den Jüngsten im Land die Landwirtschaft kindergerecht näher zu bringen. „Als Tierwirtin weiß ich, wie vielseitig unsere Nutztiere und wie anspruchsvoll deren Züchtung und Haltung ist. Ich bin stolz, dass unsere Landjugend gemeinsam mit den Zuchtverbänden erste interessante Einblicke vermittelt und die Kinder für Tiere begeistert“.

Fotocredit: Michael Winter - MeLa-Fotograf

16. September 2018

Männer spinnen besser – zumindest beim MeLa-Spinnwettbewerb

Anna hat in einem Jahr spinnen gelernt. Als die 10 Jährige im Frühjahr vom Spinnwettbewerb auf der MeLa erfuhr, wollte sie unbedingt dabei sein. Seitdem hat sie regelmäßig mit ihrem Vater geübt. Und siehe da – es hat sich gelohnt. Mit exakt 97,93 Metern hat die Schülerin elf der insgesamt 21 Teilnehmer hinter sich gelassen und belegte somit einen guten zehnten Platz. Ein tolles Ergebnis, wie alle Mitstreiter fanden, immerhin hatte Anna am wenigsten Spinn-Erfahrung – locker ein halbes Jahrhundert weniger als die teils über 80 Jahre alten Mitstreiterinnen.

Als Neueinsteigerin ging Claudia Flemming aus Grambow an den Start. Wenn am Ende mit gut 55 Metern Fadenlänge auch nur der letzte Platz heraussprang, so zählte doch vorrangig der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles!

Richtig spannend ging es im Spitzenfeld zu. Am Ende entschieden nur wenige Zentimeter über Gold, Silber und Bronze. Es sei denn, Brigitta und Ralph Traber hätten ihre beiden Fäden zusammengeknotet. Was das Reglement natürlich nicht zulässt. Das Ehepaar aus Poserin hat nach nunmehr bereits 20 Spinnwettbewerben auf der MeLa wiederholt vordere Plätze belegt. Zumeist hat sogar einer von beiden gewonnen. Für Brigitta sprang diesmal Platz 3 heraus. In der Wettbewerbszeit von genau 60 Minuten erreichte sie 214,70 Metern. Unglaubliche 217,43 Meter spann Regina Dankert aus Tramm. Und nur ganze 94 Zentimetern mehr reichten Ralph Traber zum Sieg – er erreichte eine Gesamtlänge von 218,37 Metern

- das nun schon zum dritten Mal in Folge. Ein wahrer Meister des Spinnens, der mit seinem kleinen Familienunternehmen rund um Wolle auch an einem Stand im Handwerkerdorf steht. Und nach der Siegerehrung dort so manchen Gratulanten begrüßen konnte.

Jürgen Lückhoff, Chef des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes, würdigte den Wettbewerb als einen wichtigen Beitrag in der Traditionspflege. An manch einem Spinnrad, das an diesem Tag zum Einsatz kam, hatten zuvor schon Oma und manchmal auch Opa gesessen. Eine generationenübergreifende Leidenschaft. In Mühlengeez zeigte sich einmal mehr: die besten Spinner sind Männer. Und das bis ins hohe Alter.

Für alle Teilnahme gab es Präsente und eine Würdigung, die zeigt, wie sehr das Spinnen in Mecklenburg-Vorpommern geschätzt wird:

Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck, Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Schweriner Landwirtschafts- und Umweltministerium, sowie Landfrauenverbandsvorsitzende Dr. Heike Müller gratulierten und dankten den Wettbewerbsteilnehmern. Sie nahmen allen das Versprechen ab, im nächsten Jahr wieder zu kommen und sich beim Spinnen erneut mächtig ins Zeug zu legen.

16. September 2018

Landestierschau Rind, Schwein, Biene: Ein langer Kuss für den Erfolg

Gerald Stumpf hat es geschafft. Der Züchter aus Satow im Landkreis Rostock kümmert sich mit Leidenschaft um Dexter-Rinder. Die vergleichsweise kleine Rasse hat es ihm angetan. Die Schleife um den Hals seines Jungtieres weist es als Bundessieger aus und zeigt dabei Stumpfs Züchterkunst. Für den Hobbyzüchter Motivation genug, sich auch künftig mit aller Kraft für diese vergleichsweise in Deutschland selten gehaltene Rasse einzusetzen.

Auch Gerd Radland hatte sich mit seinem Tier in die lange Reihe der Rinderrassen bei der traditionellen Landestierschau im großen Vorführring eingereiht. Der Zarrentiner präsentierte ein Jungtier seiner erfolgreichen Hochlandrinder-Zucht. Die Bullen dieser Rasse, so war zu hören, können ein Körpergewicht von bis zu 800 kg erreichen.

Die absoluten Leichtgewichte unter den gezeigten Tieren waren unterdessen die Bienen. Klein, aber überaus fleißig, wie Tierschauleiter Siegfried Hoffmann den zahlreich erschienenen Besuchern zu verstehen gab. Der Fleiß bewährte sich mit einem erfolgreichen Erntejahr. Der Supersommer dieses Jahres hat die Bienen zu Höchstleistungen getrieben.

Schon lange wurde nicht mehr so viel Honig geerntet, wie 2018. Einige Völker haben es auf bis zu 80 kg gebracht, eine Superleistung!

Die erfolgreichsten Imker wurden im Rahmen der Tierschau geehrt. Die Goldmedaille gewannen Astrid und Werner Grigull aus Zeppelin, Mitglieder im Imkerverein Bützow. Ausdrücklich gelobt wurde die hohe Qualität ihres Honigs. Die Freude des Imkerehepaars über diese Auszeichnung war augenscheinlich. Ein langer Kuss besiegelte den Erfolg.

Schon Sekunden später folgte die nächste Auszeichnung. Diesmal durch die Bauernzeitung, gemeinsam mit Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck und Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Steffen Kraus, gerade neu gewählter Landesvorsitzender des Rassegeflügelzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erhielt für seine Erfolge in der Taubenzucht und sein gesellschaftliches Engagement im Ehrenamt den Juniorpreis der landwirtschaftlichen Wochenzeitschrift.

Was folgte, war die nun schon traditionelle Vorstellung aller Sieger der vier großen Zuchtverbände: Rind, Schwein, Schaf, und Pferd. Schauleiter Siegfried Hoffmann fand für jedes Tier und jeden Züchter gleichermaßen die passenden Worte und vermittelte so viel Wissenswertes über die Zucht und Haltung dieser Nutztiere in MV.

Preisträger Landestierschau

 

15. September 2018

Fisch kommt vom Fischer - MeLa Kochstudio setzt auf Regionalität

„Was uns von den einheimischen Fischern angeboten wird, das nehmen wir ihnen auch gerne ab. Für unseren eigenen Verkauf, oder auch, um es an unsere Handelspartner weiter zu reichen“ erklärt Ulf Korich den zahlreichen Besuchern die vor dem MeLa-Kochstudio Platz genommen haben.
Ulf Korich ist Geschäftsführer von Fisch und Feinkost, ein Unternehmen, das im Rostocker Fischereihafen angesiedelt ist. Dort betreibt er neben einem Fischmarkt auch eine Fischbratküche mit einem vielfältigen Angebot Im MeLa-Kochstudio steht Welsfilet in Bierteig auf dem Programm. Mit in der Showküche steht Agrarminister Till Backhaus. Er bricht gleich zu Beginn eine Lanze für das „Silber des Meeres“. „Fisch ist gesund und kann höchst vielfältig zubereitet werden. Er selbst, so lässt Backhaus wissen, habe den ganzen Sommer über Fisch bevorzugt gegrillt. Auch dabei war es vorzugsweise Wels. Dieser kommt aus Aquakulturanlagen im Land.
Auf die Frage von Moderator Norbert Bosse, welchen Stellenwert Fisch aus Aquakultur in Mecklenburg-Vorpommern hat, kommt die kurze Antwort: Einen hohen. Um sogleich zu ergänzen, das der Anteil permanent steigt, aufgrund ständig zurückgehender Ressourcen in freier Natur. Verbunden mit dem Appell an alle Kutter- und Küstenfischer im Land angesichts geringer Fangquoten bei Hering, Dorsch und auch Aal künftig verstärkt auf Aquakultur zu setzen.
Dann geht es ans Essenzubereiten. Vorbereitete Welsfilets werden in kleine Scheiben bzw. Stücke geschnitten und so in eine Bierteigsauce getaucht. Assistiert von F&F Verkäufer Helge Kramer. Er hat den Fisch ausgewählt. Der Gerstensaft stammt von der Lübzer Brauerei. Anschließend geht es direkt in eine Pfanne mit heißem Rapsöl, um binnen weniger Minuten zu garen. Auch das Rapsöl wird in Meck-Pomm produziert und zwar von Power Oil, einem Unternehmen der Getreide AG im Rostocker Überseehafen „So schmeckt Mecklenburg-Vorpommern“ - die Initiative, die Produkte aus dem Land in den Focus der Verbraucher rücken will, freut sich über das große Publikumsinteresse auf der MeLa. Und auf die Frage, wie denn nun konkret Welsfilet in Bierteig mundet, folgt das einstimmige Urteil: hervorragend. Angestoßen wurde darauf bereist zuvor beim Kochen. Mit einem frischen Lübzer Pils. Das hat allen richtig Spaß gemacht.

Bildunterschrift: Minister Dr. Till Backhaus testet Fischrezepte im MeLa-Kochstudio
Fotocredits: Jürgen Drewes - MeLa-Presseteam

15. September 2018

Wer wird Deutschlands Bester im Bewerten? Jungzüchter der Fleischrinder kämpfen um Titel

Am Samstag und Sonntag findet zwischen 9 und 12 Uhr der 10. Bundesjungzüchterwettbewerb der Fleischrinder statt. 72 Teilnehmer zwischen 6 und 25 Jahren starten in verschiedenen Disziplinen. Am Samstag wird bewertet, wie der Züchternachwuchs Rinder beurteilt und ob sie, diese Disziplin heißt Rangieren, die besten Tiere in der richtigen Reihenfolge platzieren.
Die Teilnehmer kommen aus den neun Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Sachsen. Dieses Jahr ist Mecklenburg-Vorpommern als Gastgeber an der Reihe und darüber freut sich auch der Rinderzuchtverband. Vorstandsmitglied und Landwirt Dr. Manfred Leberecht sagt: „Wir freuen uns natürlich über diesen kleinen Heimvorteil und drücken allen Teilnehmern ganz kräftig die Daumen.“ Fleischrinder erhalten und pflegen durch die Beweidung wertvolles Grünland, erklärt der Landwirt. „Wo ein Kuhfladen auf den Boden fällt, ist die Natur noch in Ordnung, dort finden Insekten Nahrung, dort jagen Vögel wiederum Insekten - und dafür brauchen wir die Rinder, die durch Zucht an den jeweiligen Standort angepasst sind.“
Ein weiteres Ziel der Zucht sei eine hohe Qualität des Fleisches: „Wir wollen Fleisch, das zart und genussvoll ist. Die Bemuskelung ist mit ausschlaggebend für eine hohe Fleischqualität und dafür gewinnen die Nachwuchszüchter durch Übung einen Blick. Wie gut sie darin sind, beweisen sie in den Wettbewerben“, sagt Leberecht. „Was mich am meisten berührt, ist die Freude und die Verbundenheit, die ich zwischen den jungen Menschen und ihren Tieren erleben kann. Dieses Engagement der jungen Züchter lässt uns Landwirte stolz und mit Freude nach vorne blicken. Die Rinderzucht hat in Deutschland eine Zukunft, das kann jeder sehen, der zur MeLa kommt. Auch für Verbraucher lohnt es sich, zu sehen, wie der Nachwuchs mit Liebe und Fürsorge mit seinen Nutztieren umgeht“.
Am Sonntag findet von 9 bis 12 Uhr der Vorführwettbewerb statt. Die Siegerehrung ist um 16 Uhr, beides im kleinen Ring der 28. MeLa in Mühlengeez.

Bildunterschrift: Tag 1 des Bundesjungzüchterwettbewerbs Fleischrind
Fotocredits: Michael Winter - MeLa-Fotograf

 

15. September 2018

Das Tier der MeLa 2018 ist die Pommerngans

Mit kraftvollen Flügelschlägen und laut trompetend präsentiert sich die Pommerngans als Tier der MeLa 2018. Die 28. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mühlengeez hat dem imposanten Federvieh einen besonderen Platz eingeräumt und zeigt die Geflügelrasse, die auf der roten Liste der aussterbenden Nutztierrassen steht, in all ihrer Pracht.
Die Pommerngans, die auch Rügener Gans genannt wird, gehört zu den beliebtesten Gänserassen in Deutschland und wird schon seit mehreren Jahrhunderten in Pommern, insbesondere auf Rügen und in der brandenburgischen Uckermark gehalten. Die planmäßige Zucht des bodenständigen und wirtschaftlichen Großgeflügels begann vermutlich schon im 14. Jahrhundert. Offiziell wurde die Rasse allerdings erst 1912 als eigenständig anerkannt und wird heute deutschlandweit gezüchtet. „In der Haltung sind die Tiere nicht unkompliziert. Denn sie benötigen gute Weidemöglichkeiten und idealerweise einen Teich oder kleinen Bachlauf in ihrem Auslauf. Daher gibt es bei uns in Mecklenburg-Vorpommern nur rund 10 Züchter dieser Rasse“, sagt der 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Mecklenburg-Vorpommern Steffen Kraus.
Mit tiefer, breiter Brust, breiten Schultern und einfacher Bauchwamme verkörpert die Pommerngans einen großen, schweren Typ, zu dessen Gestalt sowohl der eiförmige, allseits abgerundete Rumpf als auch der kräftige Kopf gehört. Sie ist schnellwüchsig mit sehr gutem Fleischansatz und erreicht je nach Geschlecht ein Gewicht zwischen sieben und acht Kilogramm. Auch die Federqualität der Fleischgans ist sehr gut. Die Körpergröße und -fülle beeindruckt aber nicht nur Liebhaber eines leckeren Gänsebratens, sondern auch die Freunde edler Rassetiere auf Ausstellungen.
Die Rasse, die zur Gruppe der Groß- und Wassergeflügel zählt, kommt in den drei Farbschlägen grau, weiß und graugescheckt vor. Die interessanteste Farbe und Zeichnungsart bieten sicherlich die wunderschön anzusehenden gescheckten Vertreter, die wegen ihrer Attraktivität und den besonderen Schwierigkeiten bei der Zucht als die „Königsrasse“ unter den Gänsen gelten.
Das besondere züchterische Können besteht in der Herauszüchtung einer korrekten Gefiederzeichnung nach festgelegten Rassestandards. „Unser Anliegen ist es, die genetische Vielfalt unter dem Rassegeflügel zu bewahren und dafür zu sorgen, dass die Geflügelrasse nicht ausstirbt“, sagt Wilfried Kalaß, der schon seit über 20 Jahren diese beeindruckenden Tiere züchtet und mit seinen Gänsen sogar international auf Ausstellungen unterwegs ist.
Noch bis einschließlich Sonntag können die flatternden Prachtexemplare im Kleintierzelt und als muntere Herde bei verschiedenen Anlässen auf dem MeLa-Gelände bewundert werden. Die Züchterinnen und Züchter des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Mecklenburg-Vorpommern e.V. geben Jung und Alt gerne detaillierte Informationen zum Umgang, zur Haltung und zur Nutzung dieser eindrucksvollen Gänserasse.

Bildunterschrift: Wilfried Kalaß züchtet seit über 20 Jahren Pommerngänse - mit seinen Gänsen ist er auch international auf Ausstellungen unterwegs
Fotocredit: Astrid Wiebe - MeLa-Presseteam

14. September 2018

Bauerntag auf der MeLa: „Der beste Naturschützer ist der Landwirt“

Keine MeLa ohne Bauerntag. In diesem Jahr war das Motto, der von Jörg Klingohr moderierten Veranstaltung, „Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Umweltverantwortung und Wirtschaftlichkeit“. Eingeladen waren dazu die grüne Bundestagsabgeordnete aus Stralsund, Claudia Müller, Dr. Gero Hocker, MdB der FDP-Fraktion, aus Schleswig-Holstein und der Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und. Gastgeber Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes vertrat die berufsständischen Positionen in der Diskussion.
Dabei führte schon der Titel der Podiumsdiskussion zur Frage: Gibt es da überhaupt ein Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie? Der Sozialdemokrat Till Backhaus und der liberale Bundestagsabgeordnete Hocker waren nicht dieser Auffassung. „Der beste Naturschützer ist der Landwirt, weil er in Generationen denkt. Er hat kein Interesse daran, verantwortungslos mit seinen Flächen umzugehen“, sagte Hocker.
Claudia Müller beichtete, dass sie sich im politischen Berlin in Sachen ländlicher Raum den Ruf als Nervensäge erarbeitet hätte. „Wir dürfen die Arbeitsplätze auf dem Land nicht aufgeben. Wir wollen, dass Dörfer attraktiv bleiben und Infrastruktur nicht rückläufig ist. In Landwirtschaft und Wertschöpfung steckt die Chance, den Ruf als Billiglohnland MV los zu werden “, so die Grüne. Dem fügte Kurreck an: „Wir müssen den Kampf für junge Leute, für unseren Nachwuchs aufnehmen. Wir brauchen die Jugend für die Zukunft der Landwirtschaft.“ Deshalb müssen Landwirtschaft und Politik gemeinsam für die nächste Generation handeln. Für Till Backhaus ist klar, „das Haus Europa muss gestaltet werden“, das gelte für die Agrarpolitik und auch die ländlichen Räume. „Um einen Rechtsruck in der Gesellschaft zu verhindern, brauchen wir solide Verhältnisse“.
Der Bauernpräsident Detlef Kurreck schloss schließlich damit ab, dass Landwirtschaft schon immer von Evolution geprägt war. „Den Klimawandel gibt es nicht erst seit jemand einen Begriff dafür erfunden hat. Das gab es schon immer und die Landwirtschaft hat bisher auch immer eine Antwort darauf gefunden und sich weiterentwickelt“. Sicher, es müsse verlorenes Vertrauen in die Landwirtschaft und ihre Produkte wieder gut gemacht werden, „aber Landwirtschaft gehört zu Mecklenburg-Vorpommern, wie der Strand und die See!“

Fotocredit: Ove Arscholl - MeLa-Fotograf

14. September 2018

Von großen Gänsen und kleinen Gästen - Kinder-MeLa begeistert Schüler

Die Sitzplätze auf den Rängen rund um den kleinen Vorführring sind komplett besetzt. Schüler aus allen Himmelsrichtungen sind angereist, um Wissenswertes über Gänse, Kühe, Schweine und Co. zu erfahren. Und es gibt viel Interessantes zu vermitteln. Nach und nach ruft Moderatorin Susanne Werner vom Landjugendverband Tiere und deren Züchter bzw. Halter in den Ring. „Ich habe noch nie ein Schwein so nah gesehen“ freut sich Jan aus Goldberg und beugt sich soweit es geht über die Ringabsperrung. Und nun wird Wissen bei den 6 bis 10-Jährigen abgefragt – wie heißen die kleinen Schweine, wie die kleinen Kühe oder wie alt ist dieser Hahn von der Rasse der Vorwerkhühner, den Steffen Kraus, Vorsitzender des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter, für alle sichtbar in die Höhe hält. Die Antworten überraschen: die Angebote reichen von 30 bis 3 Jahre. Richtig sind aber gerade mal 6 Monate. Dieser Hahn ist erst im März aus einem Ei geschlüpft, gibt es zur Erklärung. Und wie viel Eier legt nun ein Hahn im Jahr? Hier reichen die Angebote von lediglich einem Ei bis hin zu 20. Richtig, so erfahren am Ende alle, ist: ein Hahn legt überhaupt keine Eier, das machen die Hennen. Und da reichen selbst 20 bei weitem nicht, wenn jeder Schüler auch nur am Sonntag jeweils ein Ei essen würde. Es sind also viel mehr. Und auch davon zeigt sich das Gros der jungen Zuhörer überrascht.
Ähnlich sind die Frageminuten zuvor zum Thema Rind, Schwein und Schaf verlaufen. Das eine gute Milchkuh jährlich bis zu 10.000 Liter und mehr liefert, überrascht Melanie, die mit ihrer gesamten dritten Klasse angereist ist, dann schon. Auch, dass Schweine nicht nur einfarbig hell, sondern auch schwarz gestreift aussehen können, bestaunen die Kinder.
Von Sattelschweinen hatte zuvor noch niemand in der Runde etwas gehört. So bewährt sich die, nun inzwischen schon traditionelle Kinder-MeLa als Bühne der Wissensvermittlung zu vielen Themen rund um die Landwirtschaft und speziell auch zu den Nutztierrassen für die jüngsten Messebesucher einmal mehr. Und weil das auf eine ganz spezielle, kindgerechte Art und Weise erfolgt, ist auch die gewünschte Aufmerksamkeit gegeben. Am Ende haben alle dazugelernt – Schüler und Lehrer. Denn, dass sich eine Pommerngans, das Tier der MeLa 2018, gleich 120 Personen die unterm Zeltdach sitzen längerfristig merken und entsprechend jederzeit wiedererkennen kann, das überrascht dann selbst den einen oder anderen Erwachsenen. Früher, so lässt Rassegeflügelkenner Steffen Kraus die Runde wissen, reichte ein Gänsehirte für ein ganzes Dorf. Morgens wurden sie vor jeder Haustür abgeholt und abends auf dem Heimweg schwenkten die einzelnen Tiere völlig selbstständig dort aus der Reihe, wo sie zuvor abgeholt worden waren. Gänse können sich also nicht nur Gesichter merken, sondern funktionieren auch wie ein Navi, das sie genau dorthin führt, wo sie hinwollen. Verbunden mit dem Erkennungsvorteil, dass sie sich die Hausherren fest im Gedächtnis eingeprägt haben, Fremde unterdessen umgehend vom Hof jagen. Dorfpolizisten, wie sie im Buche stehen, gibt Steffen Kraus zu verstehen und die Schüler haben ihren Spaß.

Bildunterschrift: Kleeo auf Tuchfühlung mit den Schülern während der Kinder-MeLa
Fotocredits: Michael Winter - MeLa-Fotograf

14. September 2018

Chancen der Digitalisierung für die Landwirtschaft

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft war Thema des Fachforums auf der 28. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mühlengeez. Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Prof. Dr. Eike Stefan Dobers, Hochschule Neubrandenburg, Michael Kühling, studierter Landwirt aus Zemmin und Dr. Jörg Brüggemann, Moderator und Leiter der LMS Agrarberatung GmbH in Schwerin, diskutierten mit Landwirtinnen und Landwirten und bezogen Stellung zu den Chancen und Risiken der Digitalisierung. „Die Zukunft hat längst begonnen und rasant wachsende Datenmengen sind im Stall längst Realität“, sagte Dr. Jörg Brüggemann in seiner Eröffnungsrede. „Aus meiner Sicht überwiegen ganz klar die Vorteile, bei der die Digitalisierung für die Landwirtschaft einen großen Umbruch bedeutet.“
„Automatisierte Arbeitsprozesse sind in vielen Betrieben bereits Standard“, sagte Dr. Jürgen Buchwald. „Sie prägen den landwirtschaftlichen Alltag auf dem Feld, im Stall und im Büro. Deshalb hat die Landesregierung das Thema Digitalisierung zum Schwerpunktthema gemacht.“ Insgesamt 1,5 Milliarden Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes werden für die Digitalisierung im Land bereitgestellt. 1,3 Milliarden davon sollen in den Ausbau eines schnellen Internets fließen.
„In erster Linie geht es mir darum, die klaren Vorteile der Digitalisierung zu nutzen, deshalb haben wir uns 2014 zu einem „digitalen Büro“ entschieden und diesen Schritt bis heute nie bereut“, erzählte Michael Kühling, der den modernen Landwirtschaftsbetrieb im Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeinsam mit seinem Bruder Andreas Kühling ständig weiterentwickelt und schon heute in großem Umfang Daten erfasst und bearbeitet. „Ich sehe ein großes Potenzial, um die Vorgänge und Arbeitsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, aber wichtig ist, das richtige Werkzeug zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen“, erklärte Prof. Dr. Eike Stefan Dobers. Dabei muss jedoch der gesetzliche Datenschutz über die personenbezogenen Daten hinaus auf die Betriebs- und Geschäftsdaten ausgedehnt werden. „Die Landwirte müssen die Hoheit über ihre Daten behalten und nicht zum „gläsernen Landwirt“ werden“, so das einstimmige Resümee der Forumsteilnehmer.

Bilderunterschrift: Landwirt Michael Kühling (links) und Dr. Jürgen Buchwald beim Fachforum Digitalisierung in der Landwirtschaft
Fotocredits: A. Wiebe - MeLa-Presseteam

13. September 2018

Werbung für grüne Berufe - Vom Problem gute Lehrlinge zu finden

Steffen Schildt ist sich sicher, dass das Bild, welches viele Schüler von der Arbeit in der Landwirtschaft haben, nicht stimmt. Es sei ein toller Beruf, auch wenn an so manchem Wochenende gearbeitet werden muss und man nicht nur ausschließlich auf dem Trecker sitzt. „Viele haben eine Forkenstielallergie. Mit der Hand muss hin und wieder zwar auch noch gearbeitet werden, allerdings sei das inzwischen eher die Ausnahme.
"Nur, das muss den Mädchen und Jungen möglichst schon in der 8. Klasse klar gemacht werden“, gab der Landwirt während eines Forums zur Berufsausbildung auf der MeLa zu verstehen.
Der Chef des Familienbetriebes Schildt GbR, den er zusammen mit Bruder Mario in Groß Nieköhr im Landkreis Rostock führt, hat mit seinen letzten beiden Lehrlingen richtig Glück gehabt. „Auch der aktuelle Azubi schlägt gut ein. Man muss die Jugendlichen an die Hand nehmen, ihnen alles gut erklären, sie motivieren, ihnen ein harmonisches Umfeld schaffen, inklusive günstigem Wohnraum und das möglichst auch noch in unmittelbarer Nähe zum Ausbildungsbetrieb.", erzählt der gerade zum Ausbildungsbetrieb des Jahres gekürte Landwirt. Und erntet Zustimmung von Sabine Hett von der Arbeitsagentur. Sie berichtete auf dem Fachforum Karrieretag von ihren Erfahrungen bei der Berufswerbung. Viele Jugendliche kommen demnach zunächst ohne festen Plan. Kaum einer wisse, welchen Beruf er erlernen will. Das sei eine große Chance sie für einen grünen Beruf zu begeistern. Und das nicht nur in der Landwirtschaft.
Nach Aussage von Carsten Peters vom Schweriner Landwirtschaftsministerium stehen insgesamt 15 verschiedene Richtungen zur Auswahl. Vom Landwirt über Gärtner bis hin zum Forstwirt oder Revierjäger. Das sei vielen gar nicht bekannt. Anders als bei allen anderen Berufen, die von den Industrie- und Handelskammern bzw. Handwerkskammern verantwortet werden, stehen die grünen Berufe unter der Obhut des Landwirtschaftsministeriums. Was fehle seien ausreichend Bewerber. Aktuell gibt es noch 2.600 freie Plätze und das Ausbildungsjahr hat längst begonnen.
Gisela Spangenberg, Schulleiterin der Fachschule für die berufliche Aus- und Weiterbildung in Bockhorst appellierte während des Forums an alle Jugendlichen, die derzeit noch ohne Ausbildungsplatz sind, sich für einen grünen Beruf zu entscheiden. Nach ihrer Aussage stünden nach erfolgreicher Lehre viele weitere Entwicklungsmöglichkeiten hin zum Meister, oder gar zur Hochschule offen. Auch eine überbetriebliche Ausbildung ist an der „Johann Heinrich von Thünen Schule“ am Stadtrand von Güstrow möglich. Allerdings, auch das machte die Diskussion deutlich, bringen längst nicht alle Schüler die Grundlagen für eine erfolgversprechende Lehre mit. Die Zensuren aus der Schule speziell auch in den naturwissenschaftlichen Fächern seien einfach zu schlecht.
Inklusive fehlender technischer Kenntnisse. An dieser Situation gab Sabine Hett von der Arbeitsagentur den Lehrern eine gewisse Mitschuld.
Zunehmend mehr Pädagogen seien nach ihrer Kenntnis Seiteneinsteiger, ohne ausreichende Fähigkeiten den Schülern entsprechendes Wissen zu vermitteln. Hinzu komme ein hoher Unterrichtsstundenausfall. Viele wollen zwar die moderne Technik in der Landwirtschaft bedienen, es fehle ihnen aber an entsprechenden Voraussetzungen, so die Einschätzung.
Erschwerend hinzu komme, dass viele Agrarunternehmen es zur Bedingung machen einen Lehrling nur dann einzustellen, wenn er bereits einen Führerschein hat. Ralf Benecke vom Landesbauernverband hält das für kontraproduktiv. Es sei jederzeit möglich, sogar mit finanzieller Förderung, die Fahrschule mit in den Ausbildungsprozess einzubinden.
Zumal viele Eltern, so die Erkenntnis, ihren Kindern eine Fahrschule kaum bezahlen können. Mario Schildt sprach in punkto Geld noch ein anderes Problem an. Er könne in seinem Betrieb mit 580 Hektar Ackerfläche und Grünland sowie 600 Milchkühen den Azubis lediglich 500 Euro im Monat zahlen. Anwärter für den Polizeidienst hingegen bekämen bereits am Anfang ihrer Ausbildung mit 1.200 Euro mehr als das Doppelte.
„Das zieht viele Jugendliche hin zur Polizei und damit weg von der Landwirtschaft, so sein Appell an die Politik hier entsprechend zu reagieren. „Alles wird teurer, die Leute verdienen immer mehr Geld, nur die Landwirtschaft kann hier nicht mithalten. Die Rohstoffe sollen zwar immer sehr gut, aber auch immer äußerst billig sein, das passt einfach nicht zusammen“, machte der erfolgreiche Ausbilder auf ein grundlegendes Problem in der Landwirtschaft aufmerksam.

Fotocredit: Jürgen Drewes - MeLa-Presseteam
Bildunterschrift: Steffen Schildt erklärt die Besonderheiten der heutigen Berufsausbildung

13. September 2018

Die GbR Schildt aus Groß Nieköhr im Landkreis Rostock ist „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2018 in Mecklenburg-Vorpommern“

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der 28. Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mühlengeez, ehrten am Donnerstag, dem 13. September 2018 Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Detlef Kurreck die GbR Schildt aus Groß Nieköhr für ihre herausragenden Ausbildungsleistungen mit der Auszeichnung „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2018 in Mecklenburg-Vorpommern“.
Der 560 Hektar große Betrieb mit 600 Milchkühen, 160 Stück Nachzucht und mit Acker- und Futterbau ist umfangreich aufgestellt und bildet seit 1996 in den Berufen Landwirt und Tierwirt in der Fachrichtung Rinderhaltung aus. Seitdem hat die GbR Schildt mehr als 15 junge Frauen und Männern das Rüstzeug für ihren späteren Beruf vermittelt.
„Durch den engen Kontakt mit der Berufsschule ist der Austausch zwischen Theorie und Praxis sehr gut abgestimmt. Die Ausbildung erfolgt stets unter Beachtung der besonderen Voraussetzungen eines jeden Auszubildenden. Die Entwicklung ihrer sozialen und persönlichen Kompetenzen spielt im Ausbildungsprozess der GbR Schildt eine wichtige Rolle“, lobte Bauernpräsident Detlef Kurreck in seiner Laudatio den Landwirtschaftsbetrieb.
Inhaber und Ausbilder Mario und Steffen Schildt nahmen die begehrte Auszeichnung entgegen. Gemeinsam mit ihrem Vater und Betriebsgründer Erhard Schildt und mit Patric Boldin, der in diesem Jahr seine Abschlussprüfung zum Landwirt mit sehr guten Leistungen und Noten abgelegt hat. „Mir macht es besonders viel Spaß, dass ich hier in alle Betriebszweige hineinschauen kann. Das motiviert mich und macht den Beruf nie langweilig“, sagt der 19-Jährige aus Alzey in Rheinland-Pfalz, der als Jungfacharbeiter weiterhin auf dem Hof der Schildts arbeitet und im Herbst mit dem dualen Studium zum Agrarbetriebswirt in Güstrow anfängt.
Die GbR Schildt ist eine Ausbildungsstätte mit modernster Agrartechnik und weit über ihre Betriebsgrenzen hinaus bekannt. So engagieren sich die Brüder Steffen und Mario Schildt ehrenamtlich im Prüfungsausschuss Landwirte und Tierwirte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sind ehrenamtliche Richter beim Landeswettbewerb der Melker in Mecklenburg-Vorpommern und beim Bundeswettbewerb der Melker. Außerdem sind sie Mitglieder der Prüfungskommission in der berufspädagogischen Ausbildung.
In dem Dorf Groß Nieköhr, das zur Gemeinde Behren-Lübchin gehört, engagiert sich die Familie Schildt schon seit Jahren bei der Entwicklung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Allen voran der 64-jährige Betriebsgründer Erhard Schildt, der seinen Söhnen Steffen und Mario Schildt den Betrieb 2014 übertragen hat.
Die Ehrung für vorbildliches Ausbildungsengagement wird seit 2007 jährlich auf der MeLa für hervorragende Leistungen von Landwirtschaftsbetrieben in der Ausbildung verliehen.

Fotocredit: Astrid Wiebe - MeLa Presseteam

13. September 2018

Willkommen, die 28. MeLa in Mühlengeez ist eröffnet!

Zum zweiten Mal sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig: „Die MeLa ist eröffnet!“.
Zuvor hatte Christin Mondesi alle Besucher begrüßt und willkommen geheißen: „Trotz der angespannten Lage in der Landwirtschaft findet die MeLa in ihrer vollen Vielfalt statt. Dafür danke ich den Ausstellern und Züchtern, dem Landwirtschaftsministerium und dem Bauernverband“, so die Geschäftsführerin des Messe- und Ausstellungszentrums Mühlengeez GmbH (MAZ). Aussteller aus 12 Nationen stellen sich auf der MeLa vor, Indien und Irland sind in diesem Jahr neu hinzugekommen.

Auf über 171.000 m² Ausstellungsfläche können die Fachbesucher und Verbraucher Landwirtschaft, Landmaschinen und die Vielfalt der Ernährungsbranche kennenlernen. Exakt 1.142 Tiere und 161 Rassen sind auf der MeLa zu sehen. Den größten Anteil haben das Rassegeflügel (280 Tiere) und die Rassekaninchen (301 Tiere). Die Schweine sind 2018 mit 98 Tieren sowie Ziegen und Schafe mit insgesamt 112 Tiere vertreten. Weiterhin sind traditionell auch Pferde (317) sowie Rinder (136) verschiedenster Rassen präsent. „Dieses Jahr gab es Licht und Schatten in Mecklenburg-Vorpommern: Licht für unseren Tourismus und Schatten für die Landwirtschaft, angesichts der Dürre. Ich werbe für Respekt, für die Arbeit von Landwirten und dafür, dass Qualität und Preis am Ende stimmen. Ein Landwirt macht 145 Menschen satt. Das sollten wir nicht als Selbstverständlichkeit annehmen“, sagte Manuela Schwesig.

Der Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Detlef Kurreck, ehrte den Ausbildungsbetrieb des Jahres. Gewonnen hat den Preis die GbR Schild aus Groß Nieköhr aus dem Landkreis Rostock.
MeLa-Ehrenmitglied wurde in diesem Jahr Rolf Steinmüller. Der 76-Jährige ist ein Urgestein der MeLa und seit 28 Jahren als Botschafter für den Apfel dabei. Bis zur Rente war er Geschäftsführer der Mecklenburger Ernte – heute bringt er den Apfel ehrenamtlich unter die Menschen, wie kein anderer. „Wer den Apfel bisher nicht liebt, der muss mit Rolf Steinmüller sprechen – und hat sofort einen Apfel in der Hand“, sagte die Ministerpräsidentin über das neue Ehrenmitglied. Christine Mondesi überreichte Rolf Steinmüller einen goldenen Apfel.

15. August 2018

MeLa-Auftakt-Pressekonferenz 2018

Wo treffen über 1.000 Fach- und Tieraussteller, Jungzüchter und Landtechnik-Oldtimer, Pommerngänse sowie jährlich rund 70.000 Besucher aufeinander?
Natürlich auf der MeLa, der größten Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau im Nordosten Deutschlands. 
Für vier Tage öffnet das weitläufige Messegelände in Mühlengeez nun zum 28. Mal seine Pforten. Am Donnerstag, den 13.09.2018 um 10:00 Uhr wird die MeLa erneut von der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eröffnet. Am Sonntag, den 16.09. endet die Messe traditionell mit dem Pferdeschauprogramm und der anschließenden Übergabe des Staffelstabs an das Tier der MeLa. Von Donnerstag bis Sonntag präsentiert die Messe das gesamte, vielfältige Spektrum der Agrarbranche sowohl für Fachbesucher als auch für interessierte Gäste und Familien.

Kleeo, das im Jahr 2017 erstmals aufgetretene Maskottchen der MeLa, wird auch in diesem Jahr die Gäste sowie die rund 1.000 Fach- und Tieraussteller begrüßen und sie täglich begleiten.

Auf den 172.000 Quadratmetern Ausstellungs- und Aktionsfläche wird ein vielfältiges Programm mit wissenswerten Informationen und Produkten aus den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd sowie Gartenbau geboten.

Christin Mondesi, Geschäftsführerin des Messe- und Ausstellungszentrums Mühlengeez weiß, was 2018 die Besucher begeistern wird: „Informationen zu den präsentierten Branchen, unterhaltsame und wissenswerte Shows für Kinder, kulinarische, regionale und internationale Leckereien sowie die besonders beliebten Tierschauen und Wettbewerbe sind charakteristisch für die MeLa“.

Bewährte Besuchermagnete sind in jedem Jahr die Vorführungen der Zuchtverbände sowie deren Leistungswettbewerbe. „In diesem Jahr freuen wir uns als besonderen Höhepunkt auf den 10. Bundesjungzüchterwettbewerb der Fleischrinder. Dieser Wettbewerb - auf Bundesebene - findet 2018 erstmalig in Mühlengeez statt. Allen Teilnehmern drücken wir jetzt schon die Daumen“, erklärt Christin Mondesi mit Blick auf das MeLa-Programm am Samstag und Sonntag des dritten Wochenendes im September.
Für leuchtende Kinderaugen sorgen die Landjugend und Tierzuchtverbände während der kindergerechten Vorstellung verschiedener Nutztiere im MeLa-Kinderzelt.
Aber nicht nur Tierfreunde können die Messe genießen - Technikfans werden sowohl während der Oldtimerpräsentationen als auch an den Ständen der Landtechnikhändler auf ihren Geschmack kommen.
Schüler, die ihre berufliche Zukunft planen möchten, sind bei der „MeLa-Jobbörse“ und dem „Karrieretag“ genau richtig. Dazu ergänzend stellt die „Show der Auszubildenden“ die zahlreichen Berufs- und Karrieremöglichkeiten in der Landwirtschaft unterhaltsam vor. In Halle 3 geben Messeaussteller ihre freien Ausbildungsplätze und Stellenangebote bei der „Jobbörse“ bekannt. 

Traditionell wird am Freitag, den 14.09. ab 10:00 Uhr zum Landesbauerntag im Festzelt geladen. In diesem Jahr können Landwirte und interessierte Gäste die agrarpolitische Podiumsdiskussion zum Thema: „Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Umweltverantwortung und Wirtschaftlichkeit“ verfolgen und mitdiskutieren.

Das diesjährige Tier der MeLa ist die Pommerngans.
Die Pommerngans wird auch Rügener Gans genannt und gehört mittlerweile zu den beliebtesten Gänserassen in Deutschland. Diese sehr alte, große und ruhige Gänserasse wurde seit mehreren Jahrhunderten in Pommern, insbesondere auf Rügen und in der brandenburgischen Uckermark gehalten.
Eine geplante Zucht begann vermutlich um 1300. Offiziell wurde die Rasse, die zu der Rassen-gruppe der Groß- und Wassergeflügel gehört, 1912 als eigenständig anerkannt und wird heute in ganz Deutschland gezüchtet. Die Pommerngans hat eine eiförmige Gesamtform mit breiten Schultern und einen waagerecht leicht aufrecht getragenen Körper. Die sogenannte Bauchwamme, eine hängende Hautfalte am Unterleib, verläuft einfach und mittig zwischen den kräftigen Beinen. Das Gefieder liegt eng am Körper an und der waagerechte Schwanz hat kurze Federn. Der Kopf ist kräftig, mittellang und breit. Das ist das besondere Merkmal der Pommerngans. Sie kommt in drei verschiedenen Farbschlägen vor: weiß, grau und graugescheckt. Dabei werden die Graugescheckten als Königsrasse unter den Gänsen angesehen. Die männlichen Pommerngänse, Ganter, können um die 8 kg Gewicht erreichen.
Die Pommerngänse können die Besucher der MeLa 2018 unter anderem im Kleintierzelt näher kennen lernen. Dort werden die Züchterinnen und Züchter des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Mecklenburg-Vorpommern e.V. den Umgang, die Haltung und Nutzung dieser besonderen Gänserasse erklären.

Weitere Höhepunkte zur MeLa finden Sie im Programmflyer wie z.B.:  
- ausführliche Präsentation Tier der MeLa 2018: Pommerngans  
- U24-Landeswaldarbeitermeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern am Freitag
- Tag des Handwerks am Samstag
- Vorführung der historischen Landmaschinen am Freitag und Sonntag